Chef's Table Brooklyn Fare

MEINE NR.1 IM JAHR 2016


Bericht: Alper Alpaslan  |  Fotos: Alper Alpaslan
- 08.01.2017 -



alper alpaslan blogger eb



Mein zweiter Bersuch. Diesmal klappte die Reservierung schneller und unkomplizierter. Erneut gespannt wie ein Flitzebogen, ob die Vorjahresleistung wiederholt werden kann. Die Politik ohne Fotos ist geblieben. Cesar Ramirez trägt jetzt Brille, das Team besteht weiter aus bekannten Gesichtern.

Die Gerichte schreibe ich erneut aus der Erinnerung, da ich keine komplette Liste der Zutaten und Beilagen habe. Forellenkaviar auf einem Tarte (8,5). Es sollte der einzige „Schwachpunkt“ bleiben. Es fehlte die Finesse, wie sonst üblich.

Danach gab es drei Gänge mit Langustinos in unterschiedlicher Zubereitungsart. Zunächst als Sashimi-Variante mit Yuzu und Miso (9,5). Ultrazart. Danach in Butter geschwenkt mit Daikon (9,5). Zu guter Letzt als Raviolivariante mit intensivem Geschmack (93).

Als erster Klassiker folgte der Seeigel mit Hokkaido-Kürbis, weißem Alba-Trüffel und Brioche. Ein Kunstwerk für Auge und Gaumen. Diesmal mit 10,0 Punkten belohnt.

Leicht angebratene japanische Makrele mit Miso genauso eine Offenbarung (9,5) wie die norwegische Garnele mit Shiso, Kräutern und Blüten (9,5). Wahnsinnig harmonisch.

Danach wurde der zweite Klassiker serviert: Dashi-Zabaione mit viel Sevruga-Kaviar und Seeigel, dreischichtig aufgebaut (10,0). Mustafas und meine Augen strahlten um die Wette. Ohne im Tempo nachzulassen wurde ein japanischer Goldeyesnapper mit perfekter Konsistenz kredenzt (9,3). Hocharomatisch. Der japanische Reis, dessen Name ich leider nicht verstanden habe, mit intensivem  Alba-Trüffel wurde als Art Risotto zubereitet, nur delikater und feiner. Mein Highlight des Abends (10,0).

Anschließend das perfekt zubereitete Miyazaki-Wagyu-Ribeye mit gebratenen Pilzen und  etwas weißem Alba Trüffel (9,8). Höchster Genuß. Es folgte ein für diese Verhältnisse fast langweiliges Yuzu-Sorbet (9,0).

Dann kam das, worauf ich gehofft hatte: Das Trüffeleis mit weißem Albatrüffel! Es ist so verrückt, dass man es sich nicht vorstellen kann, wenn man es nicht auf der Zunge hatte (10,0). Das Tonkabohnen- Souflee mit Yuzumarmelade ist genauso abgefahren. Es zerfällt wie Zuckerwatte im Mund (93). Sogar die drei petits four können überzeugen.

Ein sagenhafter Abend und erneut jeden Cent wert. Herr Ramirez hat seinen Platz 1 souverän verteidigt. Viele Köche erzählen, dass sie nur die besten Zutaten  verwenden und das die Qualität des Produktes im Vordergrund steht, aber in dieser Perfektion und letzten Konsequenz habe ich es nur bei Cesar Ramirez erleben dürfen .Der Freak läßt täglich die allerbesten Produkte einfliegen und schafft es daraus, eine unverwechselbare Symbiose zu kreieren. Im neuen Jahr ist der Umzug nach Manhattan geplant. Dann besteht auch die Möglichkeit, die Punkteausbeute im Ambiente zu verbessern (aktuell 8,3). Getrunken wurde ein Lagenchampagner von Chartogne-Taillet (Les Barres 2008).  Das Serviceteam wirkt noch sicherer und eingespielter als letztes Jahr. Eine bessere Rotweinempfehlung zum Wagyu hätte die Höchstnote gegeben. Beim nächsten Mal.  Als „Beilage“ saß Robert de Niro neben mir.



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MEINE BEWERTUNG

Vorspeise: 10
Hauptspeise: 10
Nachspeise: 10

Ambiente: 9,6
Tischdeko: 9,6

Sauberkeit: 10

Service: 9,9
Preis / Leistung: 10
Wartezeit: 10

Gesamt: 9,90



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PLATZIERUNG

Nr. 1 in der Welt



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KONTAKT

Name: Chef’s Table Brooklyn Fare
Adress: 200 Schermerhorn St, Brooklyn, NY 11201
Phone: +1 (0) 718 2430050
Email: chefstable@brooklynfare.com
Web: www.brooklynfare.com



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IMPRESSIONEN



Chefs Table New York 2017