U. das Restaurant

CASUAL FINE DINING...ABER NICHT MEHR IN DER KÜCHE


Bericht: Sascha Perrone  |  Fotos: Sascha Perrone
- 20.10.2016 -


SP



Seit meinem letzten ausgiebigen Besuch im U. das Restaurant hat sich etwas Entscheidendes verändert: Den "Küchen-Tisch", an welchen ich die letzten Male gesessen und gegessen habe, gibt es nicht mehr. Er ist Bastian Falkenroth's neuem Thekenrestaurant NENIO zum Opfer gefallen, denn dort wo der Küchen-Tisch einst stand, bekocht Basti nun in einer offenen Showküche bis zu 12 Genießer. Wer also künftig den Jungs und Mädels beim Werkeln auf die Finger schauen will reserviert ab jetzt im NENIO und wer einfach nur in locker leichtem Ambiente Genießen möchte, der tut dies weiterhein im U. das Restaurant - so wie ich heute.

Das Konzept und das Drum-Herum habe ich bereits mehrfach beschrieben, z.B. hier, deshalb dreht sich heute alles um das Thema Essen. Ich bin gespannt auf die neuen Kreationen - 13 an der Zahl sind es, aufgeteilt in fünf kalte Gerichte, fünf warme Gerichte und drei Nachspeisen, erhältlich entweder einzeln oder als Menü, wobei ich ganz klar das Chef's Choice in sechs oder acht Gängen empfehlen würde. Und da ich ja heute zum Testen, Probieren und Berichten hier bin, machen wir einfach "einmal alles bitte :-)".


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Bevor es mit dem eigentlichen Menü losgeht habe ich noch das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, denn Basti probiert gerade ein neues Gericht aus, dass ich auch probieren darf. Dabei handelt es sich um verschiedene Pilze, die mit einem sehr intensiven Pilz-Sud aufgegossen werden. Eigentlich total simpel, aber geschmacklich "einfach" nur gut.



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Anschließend beginnt das eigentliche Menü mit einem "Brotteller", bei welchem zu selbst gebackenem Dinkelbrot gepickeltes Gemüse serviert wird, welches leicht asiatisch mit Ingwer und Erdnuss abgeschmeckt ist. Dazu gibt es noch rote Beete, sowie Butter und Salz.


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Weiter geht es mit einem Carpaccio vom australischen Dry Aged Rib Eye, welches 40 Tage abgehangen wurde und hier mit der sehr schmackhaften Tasty-Tom-Tomate und zwei Nestern Parmesan auf dem Teller landet.


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Als nächstes erreicht mich ein leicht gebeizter Lachs, welcher auf einem Erbsenpurée angerichtet und begleitet von Erbsen, Karotte, Ur-Karatoote und Forellenkaviar daherkommt.


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Es geht fischig weiter und zwar mit der, vielleicht ihrem Aussehen den Namen verdankenden, Bastard-Makrele. Ein wirklich hässliches Viech, welches aber herovrragend schmeckt und trotz hohem Fettanteil durch ein ganz feines Aroma überzeugt. Ein Gurkenbett und ein Schaum aus Gin-Tonic bringen wunderbar aromatische Akzente mit.


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Der folgende Gang war der Knaller und überaschte mich total, denn ich bekam einen Teller serviert, von dem ich nicht wusste was darauf zu finden sein wird. Auf den ersten Blick dachte ich sofort an ein Rindertatar, über welches Basti Büffelmozzarella hobelte und einige Blatt Basilikum platzierte.

Beim Probieren stellten sich dann aber ganz ungewohnte Geschmäcker ein, die ich nicht identifizieren konnte, denn sie passten nicht zur Optik. Aber wie auch, handelte es sich bei dem Tatar schließlich um Wassermelone, welche so fein zubereitet und mit Tomate verfeinert wurde, dass lediglich die Süße und einige Nuancen übrig blieben.


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Im Anschluss gab es mit den "Muscheln rheinisch" ein Überbleibsel vom kulinarischen Heimspiel. Hierbei wurde Jakosbmuschel dünn aufgeschnitten und mit Charlotten, Perlzwiebeln, Muschelsud und einem Pumpernickel-Crumble kombiniert. Super!


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Vegetarisch ging es dann weiter und zwar mit "Pommes" aus Kichererbsen die von Rucola und Grantaapfel begleitet wurden. Dazu gab es noch einen wunderbaren, hausgemachten Rucola-Senf.


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Anschließend wieder ein hervorragender Fischgang, bestehend aus einem perfekt zubereiteten Kabeljau, der mit einem Krönchen aus Chorizo-Marmelade und gebettet auf einem Paprika-Sud daherkam. Umglaublich intensive Aromen, wobei Basti hier definitv an die Grenze geht, was mit persönlich aber sehr gut gefällt.



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Es folgen drei Fleischgänge - als erstes ein hervorragend zubereiteter Schweinebauch, welcher mit Bohnen und Chimi-Churri serviert wurde. Zusätzliche Würze brachten Knoblauchchips mit ins Spiel.



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Zweiter Fleischgang war ein irisches Rinderfilet, welches von Pak-Choi, Mais und Babymais als Wok-Gemüse begleitet wurde.



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Dritter Fleischgang war der Hirschkalbrücken auf einer wunderbaren Killepitsch-Jus. Dazu gab es Pastinaken und als crunchige Begleitung wurden die Schalen der Pastinaken in Killepitsch eingelegt und anschließend frittiert, wodurch der Killepitsch richtig schön karamellisierte.



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Den süßen Abschluß bildete mit den "Campino-Früchten" ein weiteres Überbleibsel aus dem kulinarischen Heimspiel. Hierbei hieß es einfach nur Augen zu, Mund auf und wieder Kind sein, denn die einzelnen Campino-Aromen waren toll rausgearbeitet. Begleitet wurden diese von einem Crumble, Joghurt-Eis und Zuckerwatte aus Feilchen.



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Mein Fazit: Bastian Falkenroth besticht durch seine Kreativität und ganz viel Aroma-Power, eingarbeitet in ein tolles Menü welches als 6-Gang-Variante für 69 EUR und 8-Gang-Variante für 89 EUR erhältlich ist.



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KONTAKT
U. das Restaurant
Klosterstraße 34
40211 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 91 33 69 92


ÖFFNUNGSZEITEN
Di. bis Sa.: 19.00 - 23.00 Uhr
So. und Mo.: geschlossen


www.u-dasrestaurant.de