VICTORIAN

BACK TO THE ROOTS - DIE BISTRO-KLASSIKER SIND ZURÜCK


Bericht: Sascha Perrone  |  Fotos: Sascha Perrone
- 15.06.2016 -


SP



Das VICTORIAN ist für Genießer seit vielen, vielen Jahren eine fester Anlaufpunkt und eine der beliebtesten Adressen in Düsseldorf. Vor knapp einem Jahr wurde das, in einer Seitenstraße der KÖ gelegene, Restaurant komplett umgebaut und empfängt seine Gäste seitdem in einem immer noch stilvollen und gehobenen, nun aber deutlich modernerem Ambiente. Auch das ursprüngliche Konzept der Aufteilung zwischen Bistro und Gourmetrestaurant auf zwei Etagen wurde zeitgleich mit dem Umbau angepasst - so wurden die beiden Konzepte zusammengefasst und auf eine Etage reduziert, wodurch allerdings das bei vielen Gästen sehr beliebte Bistro-Konzept auf der Strecke blieb.

Für Aufsehen sorgte deshalb die Meldung des VICTORIAN in der vergangenen Woche, dass die Bistro-Karte zurückkehrt und nun in der Zeit zwischen 12 und 17 Uhr wieder die herrlichen Bistro-Klassiker genossen werden können. Anlass genug dem Restaurant mal wieder einen Besuch abzustatten!

So suche ich mir an einem Mittwoch zur Mittagszeit ein ruhiges Plätzchen im hinteren Bereich des Restaurant und begutachte die neue Bistrokarte, die samt einem Fläschen Wasser von einer überaus freundlichen Mitarbeiterin gereicht wird. Optik und Haptik sind schon mal sehr schön  (also von der Speisekarte natürlich :-) ) und das, was ich beim aufklappen erblicke, gefällt mir auch. So gibt es z.B. schöne Salate die man sich mit "Extra-Goodies" wie gebratenen Garnelen, Rinderfiletstreifen oder Maishähnchenbrust tunen kann. Genauso stehen als Einsteiger aber auch Ziegenkäse- oder Mozzarellavariationen und drei verschiedene Suppen zur Auswahl. Wer Fisch oder Fleisch als Starter wünscht der wählt das Lachs Tatar, das Matjesfilet, das Rinder Tatar oder die Terrine von der Gänseleber.

Bei den Hauptgängen warten neben Pfifferlings-Bratwurst, Himmel & Äad, Coq au vin und Schweinebauch auch eine Bouillabaise und der KÖ-Eintopf mit Steinbutt und Hummer-Bratwurst. Und natürlich nicht zu vergessen die Klassiker wie Roastbeef, Kalbsleber Berliner Art und das Wienerschnitzel, welche auf der Speisekarte unter dem Motto "Der Tradition verpflichtet" geführt werden.

Ich möchte natürlich so viel wie möglich probieren und wähle deshalb das Tatar vom BIO-Lachs als Einstieg, gefolgt vom Rinder Tatar Classic und anschließend als Hauptgang den Schweinebauch Teriyaki. Den süßen Abschluß soll ein Duo aus Erdbeeren mit Schokomousse und dem Topfenmousse mit marinierten Beeren bilden.

Während ich auf mein Lachs Tatar warte habe ich kurz die Gelegenheit mich mit Küchenchef Matthias Hein auszutauschen und erfahre, dass bei dem neuen & altbewährten Bistrokonzept am Mittag die gleichen Zutaten verwendet werden wie abends beim "Gourmetkonzept" - nur halt in einer, wenn man es so sagen kann, "vereinfacherten" Form - was aber natürlich nicht weniger gut ist sondern halt einfach anders gut.

So "anders gut" wie der Lachs, der dann kurze Zeit später mit Kartoffel-Rösti und Gurkensalat serviert wird und als Einstieg richtig gut daherkommt.

Die Zeit zwischen den Gängen vertreibe ich mir damit, immer mal wieder einen Blick in die offene Showküche zu werfen. Dabei fällt mir vor allem die Ruhe auf, die Matthias Hein und seine zwei Mitarbeiter ausstrahlen - keine Spur von Stress, kein Meckern, keine lauten Ansagen, nichts davon. Das Team ist eingespielt und jeder weiß was er zu tun hat.

Während ich ein ausgezeichnetes, großzügig portioniertes Rinder Tatar, welches mit Mixed Pickels und Salat gereicht wird, genieße, nehmen am Nachbartisch zwei Damen Platz. Wie sich herausstellt Mutter und Tochter, die hier eine kleine Shoppingpause einlegen. Bei den Damen scheint es sich um Stammgäste zu handeln, denn Mutter begrüßt den Kellner, der einige Wochen nicht hier war, mit den Worten "Schön das Sie auch wieder da sind" und Tochter wirft hinterher "Und toll, dass Sie wieder die Bistrogerichte anbieten...ich freue mich schon auf die Kalbsleber!". Es scheint so, als wäre ich nicht der Einzige, der sich über das wiederbelebte Bistro-Konzept freut.

Weiter geht's mit dem Schweinebauch Teriyaki, ebenfalls großzügig portioniert und von Ingwer-Jus, Wok-Gemüse und Reis begleitet. Die einzelnen Komponenten sind toll abgeschmeckt und harmonieren gut miteinander. Gut das von der Ingwer-Jus ein kleines Kännchen zum nachschenken dabei ist, denn das Sößchen ist echt richtig gut!

Nachdem ich meinen süßen Abschluß in Form von Mousse mit Früchten genossen habe, verlasse ich rundum gesättigt und zufrieden das Restaurant und freue mich innerlich auf meine Weg zum Auto über die Auferstehung eines altbewährten Konzepts.



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