Café de Bretagne

Es müssen nicht immer Austern sein - Hummer ist auch mal ganz gut

Bericht: Sascha Perrone  |  Fotos: Sascha Perrone
- 02.05.2018 -


SP


Wer am vergangenen Montag keine Lust hatte in den Mai zu tanzen, der konnte, so wie wir, die Gelegenheit nutzen, im Café de Bretagne in den Mai zu schlemmen - vorausgesetzt man hat ein Ticket für den, in Kooperation mit Mr. Düsseldorf veranstalteten, Gourmet-Abend ergattern können.

Viele verbinden das, am südwestlichen Eck des Carlsplatz gelegene, Café de Bretagne hauptsächlich mit Krusten- und Schalentieren, aber nicht unbedingt mit Gourmetküche. Seit es Inhaber Rolf Breitmar gelungen ist Claudia Schröter als Küchenchefin zu gewinnen, macht dies allerdings durchaus Sinn. Viele kennen Claudia wahrscheinlich noch aus dem ANDREJ's in Oberkassel, wo sie die letzten Jahre die Küche leitete, nachdem sie reichlich Erfahrung in den Gourmetküchen Europas sammelte (u.a. bei Ducasse und Dieter Müller).


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Das Konzept des Café de Bretagne soll nun aber nicht grundlegend geändert werden. Man bleibt auf jeden Fall der bisherigen Linie treu, wird aber den ein oder anderen besonderen Abend zelebrieren - so wie beispielsweise am vergangenen Montag.


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Wir starten in den Abend mit einem Gläschen aus der Champagne: ein Grand Crut Pinot Noir aus dem Hause André Clouet. Dazu erreicht uns ein Gruß aus der Küche, bei dem nicht nur wir, sondern schätzungsweise 90% der Gäste große Augen machten: Entenmuscheln. Hab ich vorher noch nie gesehen, geschweige denn probiert. Daher war es sehr hilfreich, dass Rolf von Tisch zu Tisch ging um zu erklären, wo und wie man das "OP-Besteck" ansetzt, um die Schale zu knacken.


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Weiter geht es mit einer wunderbaren Ceviche von Fjordforelle und Thuna, begleitetet von einem feinen Cidre.


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Das anschließend servierte Hummersüppchen zählt für mich zu den besten seiner Art, die man in Düsseldorf bekommen kann. Natürlich stellt man sofort einen Vergleich zu Peter Nöthel auf, wobei ich persönlich die von Claudia aufgrund einer intensiveren Aromatik bevorzugen würde.


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Weiter geht es mit ausgezeichnet zubereiteten Babycalamari, die herrlich buttrig daherkommen und von Salicorne, Cherrytomaten und einem tollen Fruchtbrot begleitet werden. Passend dazu gibt es im Glas einen 2016er Chardonnay von Herbert Zillinger aus Österreich.


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Hauptakteur des Abends ist der Steibutt, welcher passend zu Thema "Gourmet" schön dekadent nach Gutso von Gioachino Rossini mit Stopfleber und Trüffeln bzw. in diesem Fall getrüffeltem Kartoffelpüree serviert wird. Auch dazu wurde mit dem 2011er Riesling GG von Clemens Busch wieder ein sehr schön passender Wein gereicht.


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Als süßen Abschluss erreicht uns, begleitet von einem 2015er Muskat Ottonel aus dem Burgenland, eine Mousse au Chocolat auf marinierten Erdbeeren und Rhabarber.


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MEIN FAZIT
Das Café de Bretagne bleibt weiterhin ein fester - wenn nicht gar DER - Anlaufpunkt, wenn es um den Genuss von Austern, Hummer, Muscheln und sämtlichen anderen Meeresfrüchten im locker leichtem Bistrostlye geht...gekrönt durch das ein oder andere Event, zu dem die Messlatte noch ein Stückchen höher gehangen wird.


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KONTAKT
Café de Bretagne
Benrather Straße 7
40213 Düsseldorf
Tel: 0211-56940775


ÖFFNUNGSZEITEN
Di. bis Do. 11.00 - 22.00 Uhr
Fr. und Sa.: 10.00 - 23.00 Uhr
So: 12.00 - 21.00 Uhr
Mo: Ruhetag


www.cafe-de-bretagne.de