maiBeck

Eine der größten Enttäuschungen auf meiner Reise zu den Sternen - zu Besuch im maiBeck
- ein Bericht von Sascha Perrone -


SP


- 22.02.2019 -


Auf meiner kulinarischen Recherche-Reise für dieses Magazin habe ich über 40 Restaurants besucht, die mit einem, zwei oder drei Michelin-Sternenausgezeichnet sind und nie wurde ich in Sachen Genuss wirklich enttäuscht.
Natürlich schmeckt es hier und da besser als anderswo. Klar ist der Service mal mehr mal weniger cool drauf.  Und selbstverständlich ist der eine Gastraum anders eingerichtet als der andere. Aber das ist ja ganz normal, schließlich sind alle gastronomischen Konzepte individuell.

Einen Ausreißer nach unten gab es für mich persönlich allerdings leider doch. Das maiBeck. Dies hat für mich von allen besuchten Adressen am wenigsten damit zu tun, was ich mir unter einem "Sternerestaurant" vorstelle.

Um diese kritischen Worte nachvollziebar machen zu können, möchte ich einfach grundsätzlich noch mal festhalten, was eigentlich ein "Sternerestaurant" ist. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass ein Sternerestaurant besonders nobel ausgestattet sein muss oder der Service mit Fliege um den Hals und Stock im Arsch die Gäste betüddelt, geht es bei der Bewertung des Michelin einzig und allein um die Küchenleistung.
Alles andere, also Service, Ambiente, Ausstattung & Co., werden anhand der "Bestecksymbole" beurteilt.

Die exakte Definition bei Michelin, zu der Bewertung mit einem Stern lautet: „eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!“ Genauer wird dazu noch hinterhergeschoben: „Produkte von ausgesuchter Qualität, unverkennbare Finesse auf dem Teller, auf den Punkt gebrachter Geschmack, ein konstant hohes Niveau bei der Zubereitung“. .

Den Punkt Konstanz kann ich durch meinen Besuch natürlich nicht beurteilen, dafür müsste ich mehrmals wiederkommen. Aber an dem einen Tag im Februar habe ich im maiBeck von den beschriebenen Anforderungen des Guide Michelin auf den Tellern leider rein gar nichts wiedergefunden.

Eine kontroverse Diskussion, die aufgrund meiner bereits online angedeuteten Enttäuschung losbrach, findet ihr übrigens auf meiner Facebook-Seite unter dem Posting vom 22. Februar.

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IMPRESSIONEN
Fotos: © Sascha Perrone


Essberichte Blog Maibeck by Sascha Perrone 1



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