Lido Hafen

VON DÜSSELDORF NACH PARIS - IN FÜNF KÖSTLICHEN ETAPPEN
ein Bericht von Sascha Perrone


SP


- 13.06.2017 -


Das nächste Restaurant auf meiner Heimspielreise durch Düsseldorf, war am gestrigen Montagabend das Lido - eine der exklusivsten Adressen in unserem genussfreudigen Medienhafen. Wie schon mehrfach in meinem Blog beschrieben, liegt es mitten auf der Fußgängerbrücke, welche von der Straße „Am Handelshafen“ hinüber auf das „Julo-Levin-Ufer“ reicht und springt mit seiner würfelartigen Architektur gleich ins Auge. Drinnen erwartet den Gast ein einzigartiges, lichtdurchflutetes  Ambiente, welches auf zwei Etagen durch eine puristische Einrichtung gepaart mit moderner Kunst eine „Brücke zwischen Tradition und Moderne schlägt“. Der wunderbare Blick auf den Rhein und den Hafen unterstreicht dies.

Für das "Frankreichspecial" des Heimspiels ist das Lido geradezu prädestiniert, denn Küchenchef Florian Ohlmann war nicht nur drei Jahre bei Alain Ducasse in Paris tätig und hat dort unter anderem im Restaurant Jules Verne in den luftigen Höhen des Eiffelturms gekocht, er setzt den Stil der französischen haute cuisine auch konsequent in Düsseldorf um.

Von daher habe ich mich sehr auf den Abend gefreut und war gespannt, auf Florians kulinarische Reise von Düsseldorf nach Paris.
 

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GRUSS AUS DER KÜCHE - NR. 1
Zunächst erreicht mich, als herrlicher Einstieg, ein Gruß von Florian Ohlmann: Tatar vom Simmentaler Rind, Oliven-Madeleine, schwarzer Macaron und selbstgebackenes Kümmel-Knäckebrot.


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GRUSS AUS DER KÜCHE - NR. 2
Florian schickt gleich noch einen, nicht weniger köstlichen, Gruß hinterher: Roh marinierte Dorade Rosé.


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DÜSSELDORF
Düsseldorfer „Senfrostbraten“ | Millefeuille von kleinen Kartoffeln  | wachsweiches Bio Ei

Dann startet die eigentliche kulinarische Reise. Los geht's in und mit unserer schönen Heimatstadt bzw. der Interpretation des klassischen Düsseldorfer Senfrostbraten, der als Roastbeef, verteilt auf zwei Etagen in einer Kartoffel-Millefeuille serviert und von gerösteten Zwiebeln und wachsweichem Ei begleitet wird. Ein großartige Interpretation!

Passend dazu gibt es einen 2011er Schlossberg Chardonnay "R" von Bernhard Huber, der genug Power hat um mit dem kräftigen Roastbeef mitzuhalten.


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NANTUA
Perlhuhn aus der Dombes | Flusskrebse| cremiger Sellerie & Sommertrüffel

Weiter geht die kulinarische Reise, nächster Zwischenstopp ist Nantua in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, wo mich ein feines Stück vom Perlhuhn erwartet, welches von Flusskrebsen und Trüffel begleitet wird.

Passend dazu gibt es einen 2015er Sauvignon Blanc von Pascal Jolivet.


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MARSEILLE
Rotbarbenfilet knusprig gebraten | kleine Ofengemüse | reduzierter Bouillabaissefond

In Marseille, dem nächsten kulinarischen Anlaufpunkt der heutigen Reise, gibt es ein perfekt auf den Punkt gebratenes Filet von der Rotbarbe. Dazu aromatische und gefüllte Gemüse aus dem Ofen, sowie ein Bouillabaissefond.

Zu der aromatischen Kombi gibt es einen 2015er Langhe Arneis DOC "Blangé" von Ceretto, der mit seinen Noten von Anis, Kräutern und Honig ausgezeichnet dazu passt..



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ERFRISCHUNG
Als kleine Erfrischung gibt es ein Himbeersorbet mit Avocado und Ziegenkäse.


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LE PUY EN VELAY
Das Beste vom Lozère Lamm | Sud von grünen Puy Linsen | confierte Tomaten

Nächster Halt ist Le Puy-en-Velay, wo mich Kotelette und Rücken vom Lamm erwarten - zartrosa, butterzart und super aromatisch. Dazu gibt es Linsen, sowie Bohnen, Zucchini, Pfifferlinge und confierte Tomaten.

Im Glas gibt es dazu einen 2012er L'Orangerie de Carignan, ein fruchtiger Bordeaux und der Zweitwein von Château Carignan.


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PARIS
Café Gourmand
Selektion von kleinen Pariser Törtchen und Gebäck

Da Ziel ist erreicht - Paris. Hier findet noch ein großes, süßes Finale statt, u.a. mit Himbeer, Erdbeer, Mango, Schoko und einem "Caffé-Liquore" von Borghetti, der passend dazu in der Espresso-Tasse serviert wird.


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Mein Fazit:
Das Motto des kulinarischen Heimspiels wurde in einem großartigen Menü von Florian Ohlmann perfekt umgesetzt! Gepaart mit dem einzigartigen Ambiente des Lido und einem super Service, der trotz den knapp 40 zu versorgenden Gästen nie überfordert sondern durchweg souverän wirkte, war es mal wieder ein unvergesslicher Abend.



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