485Grad

DER HIMMEL OP DE ÄHD
ein Bericht von Marlit-Christine Heinersdorff


MCH

- 27.09.2016 -


Ich habe Blut geleckt. Nach dem letzten Blut-Highlight „Himmel & Ähd“ gibt’s heute nun „Bloodsport“. Für manche vielleicht die nackte Hölle – für mich DER HIMMEL OP DE ÄHD!!! Hinter dem Blutsport verbirgt sich nämlich eine Pizza mit Schmand, BLUTWURST, karamellisierten Äpfelchen, roten Zwiebeln, Spitzkohl und ABB-Senf... ICH LIEBE BLUTWURST!!!!!
 
Natürlich habe ich Sascha Perrone wieder als bewährten Begleiter dabei – weil das beim ersten Blutrausch schon viel Spaß gemacht hat. Und Sascha bestens über alles informiert ist. Das war schon in der Schule immer praktisch... Und ich die Kamera im Auto vergessen habe. Sascha hat seine natürlich dabei. Und: Weil ich auch dieses Lokal das erste Mal besuche.
 
Der Inhaber ist mir allerdings wohl bekannt. Spitzenkoch Christoph Suhre, der nach sieben Jahren göttlichem D’Vine auf der Lorettostraße ausgerechnet mit einem Kölner PIZZERIA-Konzept fremdgeht. Den wollten der Herr Gorilla (mein Mann) und ich schon immer mal heimsuchen, weil wir schon so viel davon gehört haben – haben es aber irgendwie nie geschafft. Jetzt aber!!!
 
Es hörte sich erst nach einem Aprilscherz an, denn die Eröffnung war sage und schreibe am 1. April dieses Jahres. Es war aber keiner. In Flingern auf der Ackerstraße stieg ein neuer neapolitanischer Pizza-Stern auf, der sich auch schnell als heißer Star etablieren konnte. Mit Warteschlange, wenn man Pech hat, wie ich gehört habe. Das heißt ja etwas! In Köln gibt es bereits zwei „485°-Öfen“, Düsseldorf hat nun den dritten. Gottseidank... ;-)))
 
Sehr beeindruckend: Der Gault Millau kürt in rasender Geschwindigkeit die Weinkarte zur „Weinkarte des Jahres“ und verteilt 15 Punkte. Aber Christophs Leidenschaft zu vergorenen Trauben ist ja weitreichend bekannt. Craft-Bier-Newcomer und Unmengen an Ginsorten sind auch im Angebot. Wir bekommen ein würziges Fläschchen „Kürzer Alt“.
 
Der Name 485° steht für die optimale Temperatur, sagt Christoph. Der Teig „geht“ 72 Stunden und die runde Köstlichkeit sitzt genau für 60 Sekunden bei dieser Gluthitze im Ofen – 485°C. Neapolitanische Pizza in ihrer ursprünglichsten Form. Dass 1952 in Würzburg das „Sabbie di Capri“ als erste Pizzeria eröffnet hat und somit auch der Pizzakult in Deutschland startete, wusste ich auch nicht. Auch nicht, dass der Ofen unseres Pizzaiolo von einer der letzten Manufakturen in Neapel extra angefertigt wurde.
 
Mittags wechselt die Karte täglich mit leichten, frischen Gerichten – und dazu gibt es brav Wasser oder Sinalco. Für 8-10 Euro von 12-17 Uhr. Gut zu wissen: durchgehende Küche! Ohne Ruhetag bis spätestens 22.30 Uhr. Das Ambiente ist hell, puristisch mit offener Fensterfront und kleiner Terrasse zur Straße.
 
Jetzt kommt er daher, der BLOODSPORT, auf dem Teller!!! Und – ich verzehre mich vor Verzücken!!! Das MÜSST IHR PROBIEREN!!!!! Ich bin wirklich kein Fan von dickem Rand, den schneide ich vorsichtshalber erst einmal ab, um an die hauchdünne Partie in der Mitte zu gelangen. Aber DIESER Teig!!!! Das geht ja auch OHNE Belag, so lecker ist der!!! Und die Kombination mit den karamellisierten Apfelscheibchen, dem Schmand, dem knackigen Spitzkohl dazu, die BLUUUUUUTWURST – Kinders, der Himmel op de Ähd.......


kulinarische heimspiel 485 marlit 3


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WIR KOMMEN GANZ BALD WIEDER!!!!!!



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