Reul's

SAUERBRATEN VOM KALB
ein Bericht von Sascha Perrone


SP

- 14.09.2016 -


Nachdem ich bereits am vergangenen "Eröffnungs-Wochenende" das Reul's besucht habe, fand ich es wäre eine gute Idee, zum Startschuss des kulinarischen Heimspiel genau dort anknüpfen. Und da ich neben der "Heimspielkreation" mindestens genauso gespannt auf die anderen Kreationen aus der regulären Speisekarte bin, habe ich mir zur Unterstützung Frau und Tochter mit dabei - denn so können wir alles probieren.

Beim betreten des Reul's staune ich zum wiederholten Male nicht schlecht, denn was Agata Reul aus dem ehemaligen Restaurant relish gemacht hat, gleicht einer Metamorphose. War hier vorher alles trist und ohne wirkliches Konzept und Leidenschaft zusammengewürfelt wirkt der Laden nun elegant, einladend und versprüht gleich an der Tür einen ordentlichen Schuss Wohlfühl-Atmosphäre. Dafür verantwortlich ist zum einen das angenehme Lichtkonzept, gepaart mit perfekt in Szene gesetzten Bildern und optischen Akzenten - zum anderen aber auch die schlicht und doch sehr ansprechend eingedeckten und mit Kerzenlicht versehenen Tische.


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Wir nehmen in einem lauschigen Eckchen Platz und starten mit einem kleinen Aperitif in den Abend. Neben Gastgeberin Agata Reul ist heute Tobi (ich weiß gar nicht wie er mit Nachnamen heißt) der verantwortliche im Service und wird uns den ganzen Abend durchweg jeden Wunsch erfüllen.

Beim Blick in die Karte steht eines relativ schnell fest: Ich nehme natürlich die Heimspielkreation - im Reul's der Sauerbraten vom Kalb mit Süßkartoffel, Ingwer, Spitzkohlsalat und Zwiebeln. Darum bauen wir uns ein kleines Familien-Menü für die Tischmitte, von dem wir alle dann probieren können. Vorweg entscheiden wir uns für die Flammkuchen "Klassisch" und "Mediterran", sowie die Fischsuppe. Die weiteren Hauptgänge werden die Lammhaxe und die Pasta mit Gambas.

Verantwortlich in der Küche ist übrigens Sascha Cohen, ein alter Bekannter, der früher das gleichnamige Restaurant, also das "Sascha's" an der Gerresheimer Straße führte und lange Zeit als Geheimtipp und Place to be abgefeiert wurde. Verlernt hat er scheinbar nichts, denn mit dem, was er zum Start abliefert sind wir schon mal sehr zufrieden. Die Flammkuchen sind wunderbar gebacken, nicht zu wabbelig, nicht zu knusprig und sowohl als klassische wie auch als mediterrane Variante super schmackhaft mit Suchpotential. Die Fischsuppe ist ebenfalls sehr gut, hervorragend abgeschmeckt und mit ordentlich Fisch bestückt. Dazu werden Croutons, Käse und ein herrlich cremiges Sößchen zu reindippen gereicht. Für die Großen gibt es dazu übrigens einen schönen Riesling aus dem Hause Trimbach.


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Nun kommen wir zum Hauptakteur des heutigen Abends, dem Sauerbraten. Und an dieser Stelle muss ich gestehen, ich habe schon mindestens 10 Jahre keinen Sauerbraten mehr gegessen, warum auch immer, ich habe keine Ahnung?! Den letzten gab es jedenfalls bei "Mama" und hatte, sorry Mama, rein gar nichts damit zu tun, was nun auf meinem Teller ist. Das Fleisch ist butterzart und ich benötige eigentlich kein Messer, sondern kann es allein mit der Gabel "auseinanderfallen" lassen. Die Soße ist wunderbar abgeschmeckt und gar nicht so sauer wie ich es in Erinnerung habe. Dazu der Stampf und die Zwiebeln, gepaart mit dem Spitzkohl - einstimmige Meinung am Familientisch: hmmmmmmmm! Da loben wir uns unser Rheinland.


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Die "Nebenspieler" dürfen wir an dieser Stelle aber nicht außer Acht lassen, denn die Pasta mit Gambas ist auch hervorragend und das Lamm steht dem Sauerbraten in Punkto Zartheit, Geschmack und Präsentation in nichts nach. Auch die dazu gereichten hausgemachten Pommes sind super.


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Alles in allem ein wundervoller Abend, hervorragendes Essen, super Service und mit Agata Reul eine Gastgeberin, die in ihrem neuen Restaurant genau so herzlich und zuvorkommend ist wie im altbekannten und -bewährten Agata's.



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