Tafelspitz 1876

DÜSSELDORFER HAPPEN
ein Bericht von Tanja Marschal

TM

- 14.09.2016 -


Oft werde ich gefragt: "Wer ist eigentlich Dein Lieblingskoch?" Schwierig zu beantworten. Kommt ja auch immer drauf an, in welcher Stimmung man gerade ist. Aber Einer spukt mir dann immer im Kopf rum: Sternekoch Daniel Dal-Ben mit seinem Restaurant "Tafelspitz 1876". Ich habe überlegt, wie ich Ihnen das erkläre, was Daniel Dal-Ben da auf die Teller zaubert? Und ob ich für Sie jede einzelne Komponente auseinander nehme? Das kann ich nicht. Dann hätte ich das Gefühl, ein Kunstwerk zu zerstören. Denn nichts mehr und nichts weniger ist dieses Menü. Wenn Daniel Dal-Ben in einer anderen Zeit gelebt hätte, wäre er bestimmt Van Gogh gewesen. Und das meine ich nur im positivsten Sinne. Also: Lassen wir hauptsächlich die Bilder sprechen! Wir starten mit DÜSSELDORFER HAPPEN.

ZWEI GRÜSSE AUS DER KÜCHE


kulinarische heimspiel tafelspitz blog 1


kulinarische heimspiel tafelspitz blog 2



 
BAUCH UND BEIN VOM KLOSTERSCHWEIN
Erbsen / Ärpelschlot / Senf
 
Gucken Sie sich das mal an! Wie das schon aussieht. Das Schwein schmeckt, als sei es tatsächlich im Kloster gesegnet worden. Dieser Teller hat alles. Es ist zart, knusprig, mild, mit Wumms und sanft. Dazu ein schöner Grauburgunder aus der Pfalz.


kulinarische heimspiel tafelspitz blog 3


 
Dann:
SAURER FISCH
Rote Rüben / Graubrot / Kohlrabi
 
Den Fisch enttarnen wir als butterzarten Kabeljau mit leichter Kruste und lachen noch:  "Schlemmerfilet aus dem Supermarkt ist dann doch was anderes". Die Rote Beete-Marinade. Traum. Der Saar Riesling von Van Volxem passt super.


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Es ist Zeit für eine
 
ERFRISCHUNG
Apfel / Tee / Schmand
Das Schmand-Sorbet lässt mich fast weinen. Und wie das nach grünem Apfel schmeckt. Leute, wie habt ihr das gemacht?


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Und jetzt der Hauptgang. Und da werden Sie sich vielleicht wundern. Himmel und Erde, aber nix mit Blutwurst. Die Küche hat das einfach mal anders interpretiert:  
 
HIMMEL UND ERDE
Ente / Ur-Karotte / Altbier
 
Also: Himmel: Da oben fliegt die Ente. Erde: Da ist die Ur-Karotte zuhause. Es gibt nicht nur fantastisches Fleisch, sondern auch Entenleber und ein confiertes Entenherz, das aussieht, wie die Ur-Karotten. Es ist erst das zweite Mal, dass ich Herz esse. Und es ist großartig. Ich möchte diesen Gang einfach "Göttliche Hölle" taufen. Und ich finde, er schmeckt männlich. Aber nicht zu männlich. Eher so harte Schale, weicher Kern. Ein Typ, der weiß, wie er die Mädels rum kriegt. :-)


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Es geht in Richtung Dessert:
ROTE GRÜTZE
Butterkeks / Beerenfrüchte / Killepitsch
Einfach nur himmlisch. Dazu auch eine schöne Auslese von Molitor.


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Eigentlich bin ich jetzt schon der glücklichste Mensch der Welt, aber es kommt noch
 
DÜSSELDORFER NASCHWERK
Geile Pralinen und sonstiger Schweinkram eben.


kulinarische heimspiel tafelspitz blog 8



 
Was soll ich sagen? Es war eine Sinfonie. Geschmacksexplosionen hoch 10. Groß!



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