U. das Restaurant

KAUF MICH!
ein Bericht von Tomás Caetano & Dennis Eichner

OR

- 15.09.2016 -


Vor wenigen Tagen begann zum ersten Mal Das kulinarische Heimspiel - So geil isst Düsseldorf - organisiert von Sascha Perrone, dem Macher hinter Essberichte und dem Schlemmerclub. Endlich wieder ein Foodfestival, welches die in unseren Augen wirklich relevanten Restaurants im Dorf mitnimmt und die Chefs dieser Stadt Food mit Lokalpatriotismus auf den Teller zaubern lässt. Natürlich darf hier auch das U. Das Restaurant von Chefkoch und Mastermind Bastian Falkenroth nicht fehlen. Und so probierten wir, was sich Bastian Falkenroth unter dem Titel "KAUF MICH" hat einfallen lassen...

Zur Begrüßung gab es neben einem guten, selbst gebackenen und sehr reichhaltigen Brötchen einen Teller mit verschiedenen, gepickelten Gemüsen. Neben Kürbis, Ur-Karotte und Chinakohl, allesamt mit ein wenig Reisessig angemacht mit Erdnüssen garniert, stach eine selbstgemachte, herrlich süß schmeckende Butter mit extrem eingekochter Roter Beete hervor. Zusammen mit dem Brötchen völligst lecker.


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Der erste, richtige, Gang hieß: Muscheln Rheinisch.
Aber wer Bastian kennt, der weiß, das das alles andere als ein paar im Weißwein und Brühe gekochte Miesmuscheln sein mussten. Auf einem gradezu wunderschön angerichteten Teller lagen roh marinierte, ganz zart schmeckende, Jakobsmuscheln auf einem Bett von Knollengemüse. Darüber ein paar Tupfen gelisiertes Altbier, eine Art Erde aus Pumpernickel und ein paar Röstzwiebeln für Crunch & Gloria. Das ganze wurde umrandet von einem intensiv nach Muscheln schmeckenden Sud, der alle Aromen perfekt miteinander verband.


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Zweiter Programmpunkt hieß: Hirschkalbrücken
Wildfleisch läuft in meinem persönlichen Geschmacksprogramm mittlerweile so ziemlich jedem anderen Fleisch den Rang an. Und hier wurde mal wieder in Perfektion gezeigt, warum. Neben zwei, leider viel zu kleinen, Stücken perfekt gegarten Hirschkalbrücken fand sich auf dem Teller eine tolle Trilogie von Wuzelgemüse, wahrscheinlich Pastinake oder Petersilienwurzel - einmal als Püree, frittiert und am Stück ausgebacken. Dazu eine Sauce deLuxe mit einem Hauch Killepitsch und zwei Nocken Senfsaat. Ein Teller, der rundrum glücklich macht, Soul-Food mit Stil und ein erste Hinweis auf den näher rückenden Herbst.


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Dritter und letzter Teil des Menüs hier: Campino Früchte
Wer kennt sie nicht, die kleinen, bunten, fruchtigen Lutschbonbons aus seiner Kindheit? Was man mit ein bißchen Kreativität und viel Talent aus der Idee sich davon inspirieren zu lassen, machen kann, zeigte dieser Teller. Neben einer guten "Kugel" Joghurt-Eis und teilweise versteckt unter ein bißchen Zuckerwatte, fanden sich neben einigen Beeren 4 Halbkugel aus gelierten Zitrusfrüchten - analog der 4 Campino-Bonbons, Durch die vielen, verschiedenen Zitronen- und Orangenaromen ist das ganze ausgesprochen leicht und bildet einen tollen, fruchtigen Abschluss des Menüs.


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Ohne Wein ging es natürlich auch nicht... udn so tranken wir zur Vorspeise einen leichten, süffigen 2013 Silvaner von Weingut Schätzel aus Nierstein in Rheinhessen. Zum Hirsch brauchte es ein wenig mehr Dampf, aber trotzdem Säure. Die Wahl fiel auf einen 2012 Kallstadter Saumagen Riesling Kabinett trocken vom Weingut Koehler-Ruprecht aus der Pfalz.


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Im großen und ganzen kann man nur immer wieder betonen, daß ein Abend im U. Das Restaurant sich IMMER lohnt. Toller, ganz entspannter Service von Restaurantleiter Binali Ihtiyar, grandioses Essen und eine sehr spannende Weinkarte. Wer noch nie hier war, hat spätestens jetzt keine Ausrede mehr.

39,- EUR ein kleines Menü auf Sterneniveau sind eine sehr lohnende Investion und jeden Euro wert.



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