Vente

RHEINISCHER SAUERBRATEN ZUM 10 JÄHRIGEN JUBILÄUM
ein Bericht von Sascha Perrone


SP

- 28.09.2016 -


Am gestrigen Abend machte ich mich auf den Weg zu meinem neunten Restaurantbesuch während des kulinarischen Heimspiels. Zu diesem Anlass fiel meine Wahl auf das "VENTE" in der Altstadt. Je nachdem aus welcher Region Spaniens man kommt heißt „vente“ frei übersetzt „Komm zu mir!“ - ich finde passender könnte das Motto eines Kneipenrestaurants inmitten der Düsseldorfer Altstadt kaum lauten. Das dachte sich wohl auch Thomas Vente und benannte deshalb sein Restaurant einfach nach sich selbst.

Beim Betreten des VENTE kommt mir wieder einmal den Grundgedanke des kulinarischen Heimspiel in den Sinn, denn unsere Düsseldorfer Gastronomie ist wirklich so unglaublich Facettenreich und es macht einfach nur Spaß diese immer weiter für sich zu entdecken. Ich war in den letzten zwei Wochen in Sternerestaurants, in Fine-Dining-Tempeln, in den modernen, stylischen Locations, ich war bei den "Alten" und ich war bei den "Jungen Wilden" und bin heute in einer urigen, aber keineswegs altbackenen Kneipe inmitten der Altstadt, wo ich eigentlich keinen Ort für tolles Essen vermutet hätte.

Dem ist aber so, was schon ein erster Blick in die Speisekarte verrät. So stehen ansprechende fischige Kreationen wie Meeresfrüchtesalat mit Pulpo, Sepia und Muscheln, Matjestatar mit roter Zwiebelmarmelade und grünen Bohnen, variierendes Fischfilet mit Chili-Vanille-Butter und Chorizo-Tomaten-Risotto oder die VENTE-Fischsuppe zur Auswahl. Auch fleischige Leckereien gibt es reichlich, z.B. Lammspieße, Kalbsnierchen, Maishähnchenbrust, Lammhaxe oder ein Kotelett vom Thüringer Landschwein zur Auswahl. Dazu gesellen sich noch einige Pastagerichte und Desserts wie eine Basilikum-Panna-Cotta oder eine Zitronen-Frischkäse-Tarte. Ich finde das macht definitiv Lust auf ganz viel Probieren!

Das Durchprobieren werde ich allerdings auf meinen nächsten Besuch verschieben, denn heute wird natürlich wieder die Heimspiel-Kreation gekostet - im Fall des VENTE ein "rheinischer Sauerbraten von der Ochsenbacke mit Rosinen, Mandeln, Kartoffelpüree und Steckrüben-Apfel-Ragout".


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In Erwartung meines Sauerbraten bestelle ich ein Glas 2013er Blutsbruder von Karl May und lasse meinen Blick durch den Laden schweifen, während ich dazu das Körbchen herrlich frischen Brotes vernasche. Besonders gut gefällt mir der nostalgische Charme mit viel Holz, alten Schränken, einer Singer Nähmaschine als Eye-Catcher, prächtigen Kerzenleuchtern und einer Farbgebung in Weiß, Rot und Braun, welche die Räume in eine tolle Atmosphäre tauchen.


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Bevor es an den Sauerbraten geht, ereilt mich noch ein, an das Heimspiel angelehnter, Gruß aus der Küche in Form von "Rheinischer Wan Tan" mit Blutwurst und Sauerkraut - wie sich herausstellt eine total coole Kombi!


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Kurze Zeit später ist es soweit und die superfreundliche Kellnerin bringt mir den Sauerbraten - eine sehr große Portion wohlgemerkt. Das Fleisch ist sehr lecker, schön zart und die Kombination mit den Rosinen und Mandeln finde ich wunderbar. Auch das Püree und das Ragout passen sehr gut und lassen keine Wünsche offen.


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Satt und zufrieden verlasse ich das VENTE und denke bei einem kleinen Bummel entlang der längsten Theke der Welt, dass wir uns bald wiedersehen werden, denn es gibt noch reichlich zu probieren...




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