Artiste

Küchenchef: Patrick Michels | Küchenstil: International · Regional · Saisonal

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Warum ist dieses Restaurant eigentlich immer noch ein Geheimtipp und läuft bei den großen Restaurantführern des Landes komplett unter dem Radar? Hier müssen Sterne, Pfannen und Hauben her!

Es ist Adventszeit und wie so viele Städte unseres Landes, hat sich auch Düsseldorf herausgeputzt und die Innenstadt festlich geschmückt, wodurch eine wunderbare, weihnachtliche Stimmung herrscht. Ein hervorragender Platz, um diese besondere Atmosphäre zu genießen, ist der Wintergarten des Restaurant Artiste im  Steigenberger Parkhotel. Von hier hat man einen tollen Blick in den Hofgarten, hinüber zum KÖ-Bogen und auf das nördliche Ende der weltberühmten Königsallee.

Wenn ich hier so sitze, an meinem Rosé Champagner nippe und um mich herum die noch teils freien Tische bestaune, frage ich mich immer, wieso die meisten Menschen Hemmungen haben oder oft sogar gar nicht wissen, dass man in einem Hotel nicht nur schlafen, sondern, so wie hier, auch unfassbar gut essen kann. Und, dass das  eine das andere weder voraussetzt noch ausschießt.

Vielleicht ist das Artiste auch deshalb immer noch ein absoluter Geheimtipp in der Stadt und läuft auch bei den großen Führern des Landes komplett unter dem Radar.

Auch ich habe dieses Restaurant erst vor knapp eineinhalb Jahren für mich wiederentdeckt. Wiederentdeckt deshalb, weil es in den Jahren zuvor leider eine klare Linie  und vor allem Beständigkeit vermissen ließ. Somit war es aufgrund schwankender Qualität unattraktiv für mich. Mittlerweile bin ich ein großer Fan des Artiste; nicht zuletzt, seit hier mit Patrick Michels ein junger und ambitionierter Küchenchef am Werk ist.

Für Patrick stand schon früh fest, dass sein Traumberuf Koch ist. So verschlug es ihn in jungen Jahren nach Hamburg, wo er knapp zehn Jahre in verschiedenen Stationen tätig war. Anschließend zog es ihn für vier Jahre in die große, weite Welt, wo er beispielsweise in Australien, Südostasien, Neuseeland und der Schweiz reichlich Erfahrungen sammelte.
Zurück in Deutschland landete er schließlich in meinem schönen Düsseldorf, wo er 2018 den Posten des Küchenchefs im Artiste übernahm und mit neuen Ideen einen modernen, weltoffenen und produktbezogenen Küchenstil etablierte.

Während meines Besuchs steht, in einer zunächst versiegelten Speisekarte, ein Abendmenü in drei, fünf oder sieben Gängen zur Auswahl. Da gerade meine  Heimatstadt eine unfassbar hohe Dichte an großartigen Restaurants aufweist, welche ich natürlich übers Jahr hinweg alle besuchen möchte, entscheide ich mich, wie fast immer, für das komplette Menü. Denn rein zeittechnisch kann ich in jedem Restaurant nur ein bis zwei Mal im Jahr zu Gast sein und so möchte ich natürlich immer  so viel wie möglich probieren.

Aber die kreativen Gerichte sind auch einfach zu gut, um sie nicht alle zu probieren. Einen schönen Auftakt macht bereits ein erster Gruß aus der Küche, welcher einfallsreiche Interpretationen der rheinischen Klassiker Himmel & Ääd und Halver Hahn mit Altbier mit sich bringt. Herausragend geht es weiter, unter anderem mit  einem Winterkabeljau mit Muscheln, Zucchini und XO-Sauce, der Gänseleber mit Petersilienwurzel, Brioche und Ananas, sowie der Wildente mit Schwarzwurzel, Rote Bete, Champignons und Kastanien.

Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, was wir hier in Zukunft kulinarisch noch erwarten dürfen!

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