Clostermanns

Küchenchef: Thomas Gilles | Küchenstil: International

9,0 8,9 8,9 9,1 9,0 37

Ein Grund, warum ich eigentlich viel zu selten die vielen, tollen Restaurants im Großraum Köln/Bonn besuche, ist mit Sicherheit die katastrophale Verkehrslage, die hier zu fast jeder Tageszeit vorherrscht. Oft verbringe ich während einer solchen Tour mehr Zeit auf der Autobahn und den Kölner Ringen, als im besuchten Restaurant  selbst.

An einem Tag im Februar kam ich ausnahmsweise mal richtig gut durch, weshalb ich satte 20 Minuten zu früh auf dem Parkplatz des Hotel Clostermanns Hof in  Niederkassel ankomme. Und was macht man heutzutage, um die Zeit bis zum Termin totzuschlagen? Richtig, man daddelt sinnlos auf dem Smartphone herum und googelt nach Wissen, das die Welt nicht braucht. Dabei stellt sich heraus, dass das Örtchen Niederkassel bei Rheinkilometer 666 liegt? Wusstet ihr nicht, ich auch nicht.  Ergibt aber Sinn, denn ich bin ja heute schließlich hier, um teuflisch gut zu essen.

Das Hotel Clostermanns Hof ist ein grünes Refugium zwischen Köln und Bonn, dass neben einem 18-Loch Golfplatz auch zwei Restaurants, einen gemütlichen Biergarten und eine Terrasse im Innenhof bietet. Wie schön wäre es, wenn das Thermometer jetzt 20 Grad mehr anzeigen würde. Aber nicht schlimm, muss ich eben im Frühling noch mal wiederkommen. Jetzt im Winter kann man es in dem, mit neuer Farbe und neuem Licht, frisch getunten Gastraum auch sehr gut aushalten.

Nach einem kurzen Plausch mit Chef Thomas Gilles und Souschef André Siebertz nehme ich genau dort Platz und genieße das komplette Menü in sieben Gängen.

Besonders gut gefallen haben mir dabei vor allem das Gericht „Kohl & Pilz“ mit Romanaherzen, fermentiertem grünem Pfeffer und Zitronenthymian, sowie das  Bürgermeisterstück mit Leindotteröl, Gewürzgurken, schwarzem Rettich und Jahrgangssardinen. Außerdem klasse war der Wildlachs mit gelber Paprika, Physalis und Miso.

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