Finns

Küchenchef: --- | Küchenstil: International · Regional

7,5 7,1 7,1 7,1 7,3 124

Am Montag der vergangenen Woche war ich bereits am Mittag hier und zu diesem Zeitpunkt einer der ersten Gäste überhaupt, denn an diesem Tag begann die Soft-Opening-Phase im Finns. Für einen ersten Eindruck und zum "Appetit machen" war dieser Besuch genau richtig und machte mich gespannt auf die Abendkarte.

Die Voraussetzungen im Finns sind vielversprechend, schließlich ist hier ein "Nöthel-Stöckmannsches" Dreigestirn verantwortlich, dass bereits seit vielen Jahren im Restaurant "am Kamin" in Mülheim für Aufsehen sorgt.

Zum einen Heike Nöthel-Stöckmann, im Restaurant „am Kamin“ die gute Seele des Hauses und verantwortlich für den Service und die Weinkarte. Der Begriff ist am Kamin allerdings nicht wörtlich zu nehmen, denn die Karte ist lediglich imaginär und wird von Heike im Kopf geführt. Ihr zur Seite steht dabei Hermann Stöckmann, der durch seine Tätigkeit im Weinbereich und die damit verbundenen Kontakte zu Winzern die guten Tropfen ranholt. Außerdem mit von der Partie ist natürlich auch Sven-Niklas Nöthel, der neben dem Spaß im Glas für den Genuss auf den Tellern sorgt. Sein Küchenstil ist geprägt von Fermentation, Temperatur und komplexen Aromen, was nicht nur seine Gäste, sondern auch den Guide Michelin begeistert, welcher für das "am Kamin" das Prädikat von einem Stern vergibt.

Als vierter im Bunde ist einer dabei, der zwar nach außen hin prägend für das Restaurant ist, jedoch an keiner Stelle erwähnt wird. Finn, Sohn von Sven und Namensgeber für das neue Konzept in Düsseldorf.
Das Finns ist also in vielerlei Hinsicht eine Familiensache und Herzensangelegenheit.

Am gestrigen Abend war ein Plätzchen für mich reserviert und so betrat ich um Punkt 18.30 Uhr das Lokal. Zu diesem Zeitpunkt war außer mir nur ein weiterer Gast zugegen, was sich allerdings schnell ändern sollte, denn kaum 30 Minuten später war kein Platz mehr frei und die neu ankommenden potentiellen Gäste mussten entweder ein wenig warten oder weiterziehen.

Das Finns ist schlicht eingerichtet und durch viele warme Holztöne, gepaart mit diskreter und indirekter Beleuchtung entsteht eine gemütliche Atmosphäre. Eye-Catcher ist die Theke vor der offenen Showküche, an welcher ich gerne Platz nahm. Gerade wenn ich ein Restaurant alleine besuche finde ich es klasse, den Jungs bei Werkeln und anrichten zuschauen zu können und außerdem noch nah beim Service zu sein. Hier im Finns, ist dafür übrigens Benjamin Krenn verantwortlich, der zuvor im Münchner Tantris tätig war und somit sicher im Umgang mit Gästen und Weinen ist.

Apropos Wein - dieser, steht hier ganz klar auf Augenhöhe mit den Speisen. Je nachdem, worauf man gerade persönlich Lust, kann man die Waage zwischen Wein und Speisen wunderbar variieren. Derjenige, der lieber ein Glas Wein trinkt und dazu etwas kleines Essen möchte, wird mit dem "Barfood" glücklich und kann beispielsweise zwischen Krabbenquiche, „Tonno del Chianti“ mit Brot, Leberkäse mit Monschauer Senf, sowie der Charcuterieplatte oder der Käseplatte wählen.

Wer lieber das Essen in den Focus rücken möchte, der erfreut sich zur Mittagszeit an der wöchentlich wechselnden Mittagskarte mit leichten und schnellen Gerichte oder lässt es sich am Abend kulinarisch richtig gut gehen - so wie ich gestern.

Mein Fazit:
Das Finns vereint das Thema Food und Wein auf eine wunderbare Art und Weise. Egal, ob man ein schönes Glas Wein zu einem großartigen Essen genießen möchte oder einen tollen Snack zu einem großartigen Glas Wein - hier wird man definitiv fündig und glücklich.

Eine tolle Neueröffnung und kulinarische Bereicherung für unsere Stadt. Unbedingt besuchen!

******

Nachtrag vom 01.09.2019
Sven Nöthel hat das Finns verlassen. Über einen neuen Küchenchef ist mir nichts bekannt, von daher heißt es hier abwarten.

Inspiration

das könnte Dich auch interessieren

Loading...