FRITZ's FRAU FRANZI

Küchenchef: Benjamin Kriegel | Küchenstil: International

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„Terroir“, „Produkt“ und „Einzigartigkeit“; das sind die drei Eckpfeiler, auf denen die Philosophie und Inspiration von Küchenchef Benjamin Kriegel basiert. Dadurch möchte er erreichen, dass seine Gerichte ihre Herkunft auf dem Teller widerspiegeln.

Im FRITZ’s FRAU FRANZI bin ich gerne und regelmäßig zu Gast, seit das Restaurant Ende 2016 eröffnete. Dabei beobachte ich seit knapp vier Jahren eine  kontinuierliche Weiterentwicklung, die hier zwar auf einem wunderbar eingespielten Team beruht, aber auf zwei ganz entscheidenden Personen basiert. Und nein, es sind nicht, wie der Name vermuten lässt, der Fritz und seine Frau Franzi, die gibt es hier nämlich gar nicht.
Es sind Benjamin Kriegel und Ramona Leinweber, die ich ja schon in der 2019er Ausgabe als gastronomisches Traumpaar bezeichnet habe. Der Status Traumpaar wird nebenbei bemerkt in naher Zukunft auch noch offiziell und amtlich bestätigt werden. Ich denke ihr versteht, was ich meine.

Die beiden sind im FRITZ’s FRAU FRANZI als Head Chef und Gastgeberin der Dreh- und Angelpunkt und setzen die Philosophie des Hauses kompetent und in Perfektion um. Was wohl auch den gemeinsamen Stationen im Hotel und Gourmet-Restaurant "Überfahrt" am Tegernsee und dem legendären Düsseldorfer Victorian geschuldet ist, wo die beiden sich ihren Feinschliff abholten, bevor Hoteldirektorin Eva Herrmann das Paar 2016 für das Hotel THE FRITZ gewinnen konnte.

Und hier sitze ich nun, auf meinem Stammplatz direkt vor der offenen Küche, und studiere die Speisekarte, welche nach wie vor in die selbsterklärenden Kategorien „Spassbringer“, „Wasserstoff“, „Gemüsegarten“ und „Landpartie“ für Vor- und Hauptspeisen, sowie „Süßkram“ und „Käse“ zum Abschluss unterteilt ist und je Kategorie drei Gerichte zur Auswahl bietet.

Kombiniert werden kann nach Lust, Laune und Hungergefühl, wobei man sinnvollerweise schon drei bis vier Gänge probieren sollte. Nach Möglichkeit auch mehr, denn  Benjamin Kriegel verfolgt eine spannende Philosophie.
Diese basiert auf den drei Eckpfeilern „Terroir“, „Produkt“ und „Einzigartigkeit“. Dadurch möchte er, dass seine Gerichte ihre Herkunft auf dem Teller widerspiegeln, so wie es das „Terroir“ beim Wein macht. Dazu kombiniert er nach Möglichkeit die Hauptkomponenten eines Gerichts mit ihrem natürlichen Umfeld und dessen  Gegebenheiten.

So bereitet er beispielsweise einen Fisch in dem Wasser zu, in dem er vor dem Fang geschwommen ist oder kreiert einen „Kartoffelacker“, bei dem er lediglich die  Produkte verwendet, die auf dem gleichen Feld gewachsen sind wie die im Mittelpunkt stehende Kartoffel. Dies unterstreicht nicht nur den eigenen Anspruch der  Nachhaltigkeit und Saisonalität, sondern auf diese Weise erhält er den einzigartigen Geschmack der Produkte; denn die Produkte der Natur kann man seiner Auffassung nach nicht verbessern.

Von daher empfiehlt es sich kulinarisch hoch motiviert und mit reichlich Appetit hier einzukehren. Glaubt mir, es lohnt sich!

Inspiration

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