HeimWerk

Küchenchef: --- | Küchenstil: Deutsch

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Zunächst war es mit dem „Hausmann’s“ ein Konzept aus Hamburg, nun ist es mit dem „HeimWerk“ ein Konzept aus München, welches die Location an der Hafenstraße in unserer Altstadt bezogen hat. Wahrscheinlich dürfen wir schon jetzt gespannt sein, welche Großstadt als Nächstes einziehen wird.

Nach meinem Besuch am heutigen Mittag ist dies denke ich eine berechtigte Frage, denn nachdem sich Tim Mälzer hier vier Jahre lang die Zähne ausgebissen und nach eigenen Angaben an „nicht einem einzigen Tag Geld verdient hat“, habe ich das Gefühl, dass es mit dem HeimWerk gleich so weiter gehen könnte.

An der Location hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Auch die Speisekarte ist vom Konzept her relativ ähnlich geblieben, vielleicht noch etwas einfacher als im Hausmanns, dafür allerdings noch omnipräsenter mit aktuell heiß geliebten Parolen über Slow Food, Regionalität, Nachhaltigkeit, artgerecht, Umwelt, Frische usw. plakatiert.

Zur Auswahl stehen eine Handvoll verschiedener Schnitzel, natürlich mit dem Hinweis im Untertitel, dass das Fleisch aus artgerechter Haltung stammt – eigentlich etwas, dass in der heutigen Zeit selbstverständlich sein sollte und daher nicht zusätzlich erwähnt werden muss.

Außerdem gibt auch drei vegetarische Schnitzel-Varianten, aber auf das Thema, wie sinnvoll vegetarische Nachbauten von Fleischgerichten sind, will ich hier jetzt nicht weiter eingehen.

Abgerundet wird das Speisenangebot von Eintopf, Fleischpflanzerl, Backhendl, Spinatknödel und Käsespätzle, sowie einige Salat-Variationen.

Das Schöne ist, dass man nahezu alle Gerichte auch als Snackvariante bekommen kann, was es mir heute ermöglichte, ein wenig Querbeet durch die Karte zu probieren. So gab es für mich das Knusper-Schnitzel, die Fleischpflanzerl, das Backhendl und Süßkartoffel Pommes.

Die aufgetischten Speisen waren allesamt in Ordnung, auch wenn für meinen ganz persönlichen Geschmack ein wenig der „Pep“ bzw. das Außergewöhnliche gefehlt hat. Dies ist aber nur eine Anmerkung und keine Beanstandung.

Nichtsdestotrotz werde ich aber niemals verstehen, was einen Gastronom aus Norddeutschland, Süddeutschland oder aus welcher Region unserer Republik auch immer, antreibt, in Düsseldorf einen Laden in einer solchen Größenordnung wie dieser hier zu eröffnen, um dort mit Speisen punkten zu wollen, die ich so auch in jedem der unzähligen, fußläufig entfernten Brauhäusern und Kneipen bekommen kann.
Ist es der legendäre Ruf unserer längsten Theke der Welt, kombiniert mit den verlockenden, kaufkräftigen Düsseldorfern, wo sich der Rest der Republik mal eben schnell und ganz easy was vom gastronomische Kuchen abschneiden will.
Mir ist es echt ein Rätsel.

Ich würde das HeimWerk derzeit nicht empfehlen.

Inspiration

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