Hofstube Deimann

Küchenchef: Felix Weber | Küchenstil: Französisch

9,2 8,5 9,0 9,0 9,0 31

Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland, begrabt mich mal am Lennestrand...“ trällert der 1984er Song von Zoff im Radio, als ich die kurvigen Landstraßen in Richtung Schmallenberg hinabfahre. Passt also perfekt, denn nicht nur das ich gleich mein Auto direkt am Strand der Lenne parken werde, auch mein Herz wird heute und morgen sehr für das Sauerland schlagen.

Ich bin zu Gast im Hotel Deimann, dem 5 Sterne-Romantik-und-Wellnesshotel in Schmallenberg und einer der besten Adressen im Sauerland. Schade, dass lediglich ein  paar vereinzelte Schneeflöckchen herumschwirren und wir keinen richtigen Winter haben, denn dann wäre die Kombi aus Wellness und Genuss bei echter Winterromantik noch schöner.
Aber auch so fühle ich mich auf Anhieb pudelwohl, als ich meine Suite beziehe und auf dem Balkon einen ersten Panoramablick wage, wobei der Alltag ganz schnell in  Vergessenheit gerät.

Nach einem entspannten Nachmittag im Wellnessund Spabereich wird es dann höchste für den kulinarischen Teil meiner Sauerlandtour. Und dafür habe ich einen Tisch in  der Hofstube reserviert. Diese ist eines von drei Restaurants und liegt im Souterrain des Hotels. Ursprünglich war dieser Bereich als Kochschule gedacht, aber zur  Freude aller Leckermäulchen entschied man sich, diese zum Gourmetrestaurant umzufunktionieren.

Ich bin, wie so oft, der erste Gast des Abends und nutze die Gelegenheit für einen kleinen Plausch mit Küchenchef Felix Weber. Dieser hat trotz seiner jungen Jahre  bereits eine beeindruckende Vita vorzuweisen.
So war er unter anderem im Restaurant Louis C. Jacob** in Hamburg, in Rüssels Landhaus St. Urban* in Trier, bei Thomas Bühner im La Vie*** in Osnabrück und beim legendären Helmut Thieltges im Restaurant Sonnora*** in Dreis tätig. Seit 2016 ist er Küchenchef in der Hofstube Deimann und holte, mit seinem puristischen, von der klassischen französischen Küche inspirierten, Küchenstil, 2017 den heute einzigen Michelin-Stern ins Sauerland.

Ich habe Glück und bekomme den Tisch direkt gegenüber vom Pass. Das ist der Vorteil, wenn man eine Kochschule zum Restaurant zweckentfremdet, denn durch die räumlichen Gegebenheiten sitzt der Gast nun ganz nah bei den Köchen und kann den Jungs wunderbar beim Werkeln zuschauen. Menütechnisch entscheide ich mich für die 6-Gang-Variante. Daraus hervorzuheben sind für mich der Langoustine Royal mit pochierter Gillardeau Auster und Apfelvinaigrette und der Winterkabeljau mit  Rote Beete, Perigord Trüffel und Kartoffelschaum. Ganz großartig.

Ausdrücklich erwähnen möchte ich noch den top Service durch Restaurantleiter Philipp Ganzer, der den ganzen Abend über - und nicht nur an meinen Tisch - dafür gesorgt hat, dass kein Wunsch offengeblieben ist.

Inspiration

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