le Corange

Küchenchef: Igor Yakushenko | Küchenstil: Französisch · Meeresfrüchte

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Mit 300 Kilometern einfacher Strecke ist die Reise in die Quadratestadt Mannheim eine meiner weitesten kulinarischen Touren durch den Westen der Republik. Den Beinamen Quadratestadt verdankt Mannheim übrigens dem der Innenstadt zugrunde liegenden Muster, welches die Häuserblöcke und Straßenzügen in 144 „Quadrate“ einteilt.
Mein Ziel an diesem Freitag ist das Quadrat O5, welches der Firma Engelhorn gehört, die hier seit 130 Jahren ihr Modehaus „engelhorn Mode im Quadrat“ betreibt. Ohne Zweifel eine der besten Adressen des Landes zum Thema Mode.
In den letzten Jahren hat sich das Modehaus aber auch zu einer kulinarischen Pilgerstätte entwickelt, denn es beherbergt mittlerweile fünf Restaurants und drei Bars.

Und so habe ich natürlich einiges zu tun an diesem Freitag. Mein Plan sieht vor, dass ich am Mittag mit dem Restaurant le Corange starte. Dieses wurde 2006 im 6. Stock des Hauses eröffnet und hat sich vornehmlich Fisch und Meeresfrüchten auf Basis der klassisch französischen Küche mit modernem, innovativem Einschlag verschrieben. Genau mein Style, weshalb die Vorfreude entsprechend groß ist, als ich mich von meinem, nur zwei Fußminuten entfernten, Hotel auf den Weg mache.

Auf kürzestem Weg würde ich das le Corange über den Aufzug auf der westlichen Seite des Gebäudes erreichen, der direkt vor die Tür des Restaurants fährt. Jetzt wähle ich aber die Route mitten durch das Shoppingepizentrum und bahne mir meinen Weg von Stockwerk zu Stockwerk über die Rolltreppen. Ein wirklich beeindruckender Modetempel.

Oben angekommen fallen gleich die vielen Urkunden der namhaften Restaurantführer des Landes ins Auge, die an der Wand vor dem Checkin prangern und durchweg, sozusagen als Vorschusslorbeeren, ein sehr gutes, bevorstehendes Esserlebnis bescheinigen.

Ich bekomme einen Tisch im vorderen Bereich des Restaurants, was mir sehr gut gefällt, denn hier hat man, genau wie im hinteren Teil, einen wunderbaren Blick über Mannheim, aber zusätzlich noch einen tollen Blick in die Küche. Und es macht Spaß, Küchenchef Igor Yakushchenko und seinem Team durch die gläserne Fassade ein wenig auf die Finger zu schauen, denn das Ergebnis der Pinzettenakrobatik macht nicht nur optisch einiges her, sondern entspricht geschmacklich voll und ganz den  bereits erwähnten Vorschusslorbeeren.

Die Highlights sind für mich dabei der Ora-King-Lachs mit bunter Bete, dazu Feldsalat und Walnuss, der in Sonnenblumenöl konfierter Zander mit Boudin Noir-Maultasche, Birne und Petersilienschaum und eine wirklich großartige Krustentier Bouillabaisse -le Corange- mit Meeresfrüchten, Kartoffelbrot und geschmortem Fenchel.

Was für ein wunderbarer Auftakt, den ich jetzt bei einem Gläschen oder Tässchen irgendwas in einer der Engelhorn Bars noch einmal genüsslich Revue passieren lasse,  bevor es am Abend bei Tristan Brandt im OPUS V weitergeht.

Inspiration

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