Nagaya

Küchenchef: Yoshizumi Nagaya | Küchenstil: Japanisch

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Yoshizumi Nagaya ist ein Grenzgänger zwischen den Kulturen und ein wahrer Meister der Fusion. Geboren und aufgewachsen in Japan erlernte er dort die Grundlagen zweier konträrer kulinarischer Welten der japanischen Küche.

Die japanische Gemeinde in Düsseldorf ist, nach London und Paris, die drittgrößte in ganz Europa. Fast jeder fünfte Japaner in Deutschland lebt in Düsseldorf. Wir haben einen japanischen Garten, goldene Winkekätzchen, eine Japan-Convention, Cosplay Superhelden und Bösewichte, einen Japan-Tag und ein japanisches Feuerwerk. Kein Wunder also, dass sich der Begriff „Nippon am Rhein“ fest in den rheinischen Sprachgebrauch etabliert hat und das Areal rund um die  Immermannstraße, aufgrund der vielen hier ansässigen japanischen Firmen und Geschäfte, völlig zurecht den Beinamen „Little Tokyo“ trägt.

So überrascht es natürlich auch nicht, dass hier, bis auf ganz wenige Ausnahmen, auch kulinarisch alles fest in japanischer Hand ist. Sage und schreibe 70 japanische Restaurants haben wir insgesamt in Düsseldorf. Bezogen auf die Zahl der Einwohner sind dies fast doppelt so viele wie in Köln, Berlin oder München. Allein auf der Klosterstraße, die nach dem Weggang von Basti Falkenroth nach Sylt nun komplett in asiatischer Hand ist, sind es auf 280 Metern zehn lohnenswerte japanische Speiselokale.

Das berühmteste darunter ist das Restaurant Nagaya. Man könnte fast sagen, es ist legendär. Denn Yoshizumi Nagaya ist der Vorreiter was gehobene japanische Küche in Deutschland angeht und hat hier diesbezüglich schon Maßstäbe gesetzt, als die heute in dieser Stilistik erfolgreichen Küchenchefs noch über ihren Berufswunsch nachgedacht haben.

Yoshizumi Nagaya ist ein Grenzgänger zwischen den Kulturen und ein wahrer Meister der Fusion. Geboren und aufgewachsen in Japan erlernte er dort die Grundlagen zweier konträrer kulinarischer Welten der japanischen Küche. Zunächst bei Toshiro Kandagawa, dem Großmeister der traditionellen nipponschen Küche, bevor er anschließend bei Takada Hassho, dem Star der innovativen Kochkunst, in die Lehre ging.

Anfang des neuen Jahrtausends zog es ihn und seine Familie nach Düsseldorf, wo er gemeinsam mit seiner Frau das Nagaya eröffnete. Hier entwickelte er seine ganz  eigene Handschrift, die auf der ungewöhnlichen Kombination aus traditionell japanischem Purismus und europäischer Hochküche beruht.

Aus erlesenen Zutaten und innovativen Verarbeitungstechniken entstehen japanisch-europäische Gerichte, bei denen das unverfälschte Produkt, kombiniert mit einer  klaren Aromatik im Mittelpunkt steht und so intensive Geschmackserlebnisse erzeugt.

2010 wurde Yoshi Nagaya dafür, als erster japanischer Koch in Deutschland, mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und wird bis heute, Jahr für Jahr, als einer der TOP Kandidaten für einen zweiten Stern gehandelt.

Wenn ich bei Yoshi zu Gast bin, sitze ich am liebsten im gemütlichen Séparée hinter der Schiebetür im Japanstyle. Dort strahlen von oben das Tageslicht und von der Seite die Champagnerflaschen aus dem begehbaren Weinschrank.

Für Einsteiger in die japanische Küche empfiehlt sich ein Besuch am Mittag. Dann steht ein sechsgängiges Menü zu einem super Preis-Leistungs-Verhältnis zur Auswahl, welches einen perfekten Einblick in Yoshi Nagayas Küche ermöglicht.
Ansonsten kann man aber auch, sowohl mittags als auch am Abend, deutlich tiefer in die Tasche greifen und à la Carte mit Gänsestopfleber, Hummer, original WAGYU A5, dem besten Sushi der Stadt und anderen Köstlichkeiten richtig Gas geben.

Für den perfekten Genuss empfiehlt es sich jedoch das OMAKASE · おまかせ zu wählen und den Chef einfach machen zu lassen. Einfach großartig und unvergleichbar.

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